Innovation und Erfolg: Der digitale Transport vom Hafen La Spezia nach Bologna wird Realität

La Spezia, 31. Oktober 2025 – Am Mittwoch, den 15. Oktober 2025, hat GRUBER Logistics in Zusammenarbeit mit der Circle Group und im Rahmen von zwei durch die Europäische Union geförderten Initiativen, eFTI4EU und KEYSTONE, einen Pilotversuch für einen vollständig digitalen Gütertransport am Hafen von La Spezia durchgeführt. Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein im Digitalisierungsprozess der europäischen Logistik.

Der Test umfasste den Transport eines Frachtcontainers vom ligurischen Hafen zum Güterverkehrszentrum Bologna, der vollständig von GRUBER Logistics abgewickelt wurde. Während der Testphase wurden verschiedene Schlüsselaspekte validiert, darunter die automatische Übertragung der ETA-Daten (Estimated Time of Arrival) vom TMS-System von GRUBER Logistics an die KEYSTONE-Plattform, die Erstellung und Freigabe des elektronischen Frachtbriefs (e-CMR) sowie die ausschließliche Nutzung des digitalen Datenaustauschs zwischen Logistikdienstleistern, öffentlichen Plattformen und Kontrollbehörden.

Der Test bestätigte die vollständige Interoperabilität zwischen der KEYSTONE-Webanwendung, der eFTI-Plattform (über den italienischen Knotenpunkt eFTI Gate Italy) und dem Port Community System (PCS) von La Spezia. Dies ermöglicht einen automatisierten Datenfluss, reduziert manuelle Eingaben sowie Redundanzen und erlaubt den Behörden eine schnellere und einfachere Durchführung digitaler Kontrollen.

Erstmals in Italien wurde der gesamte Transportprozess vollkommen papierlos abgewickelt. Der elektronische Frachtbrief wurde digital erstellt, unterzeichnet, geteilt und überprüft, während Polizei- und Zollbehörden die Kontrollen über sichere QR-Codes und digitale Verbindungen über die nationale eFTI-Plattform durchführten.

Ein Schritt nach vorn für die europäische digitale Logistik

Der Test ist Teil der Validierungsaktivitäten der Projekte eFTI4EU und KEYSTONE, zweier europäischer Initiativen, die sich für den Aufbau eines Netzwerks interoperabler Plattformen zum Datenaustausch zwischen Logistikdienstleistern, Transportunternehmen und Kontrollbehörden einsetzen.

Beide Projekte unterstreichen die Bedeutung harmonisierter digitaler Lösungen, integrierter Plattformen und sicherer Datenaustauschsysteme zur Förderung der digitalen Transformation im Transport- und Logistiksektor und tragen gleichzeitig zur Erreichung der Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele der Europäischen Union bei.

„Der durchgeführte Versuch stellt eine außerordentlich wertvolle Initiative im europäischen Kontext dar“, erklärte Abramo Vincenzi, CEO von Accudire Srl, „und zeichnet sich durch seinen hochinnovativen Charakter aus: Der Einsatz fortschrittlicher Technologien und die Digitalisierung betrieblicher Prozesse haben die Realisierung eines hochmodernen Modells ermöglicht, das nahtlos in die KEYSTONE-Plattform integriert ist. Dieses Ergebnis zeugt vom konkreten Engagement für die Modernisierung der Systeme und die Stärkung öffentlich-privater Partnerschaften auf digitaler Ebene, und wir als ACCUDIRE sind stolz und erfreut, Teil davon zu sein.“

Prof. Mauro Dell’Amico, Koordinator des KEYSTONE-Projekts an der Universität Modena und Reggio Emilia, erklärte: „Als Koordinatoren des KEYSTONE-Projekts sind wir stolz darauf, die konkreten Ergebnisse unserer gemeinsamen Arbeit mit Industrie- und institutionellen Partnern zu sehen. Dieser Test beweist, wie Forschung und Innovation direkt zu einem intelligenteren, nachhaltigeren und interoperableren europäischen Logistiksystem beitragen können. Der Erfolg dieses Versuchs ist ein wichtiger Schritt hin zur tatsächlichen Implementierung des digitalen Gütertransports und zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Projekten wie KEYSTONE und eFTI4EU die Vision einer papierlosen und barrierefreien Logistik in eine operative Realität verwandeln kann.“

Marco Manfredini, Chief Operating Officer von GRUBER Logistics, kommentierte: „Dieser Test stellt einen konkreten Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Digitalisierung des Gütertransports dar. Wir haben bewiesen, dass der kombinierte Einsatz interoperabler Plattformen und elektronischer Dokumente Papier vollständig überflüssig machen, die Transparenz erhöhen und Kontrollen vereinfachen kann. Dies ist ein Schritt nach vorn für die europäische Logistik und ein Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und Institutionen Innovationen in der Branche beschleunigen kann.“

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