GRUBER Logistics nimmt am Testprojekt für autonome Lkw in Hamburg teil
Die Stadt Hamburg wird zu einem der ersten Erprobungsorte für autonome Technologie bei schweren Nutzfahrzeugen in Europa. Das von der EU kofinanzierte und auf vier Jahre angelegte MODI-Projekt zielt darauf ab, die Einführung vernetzter, kooperativer und automatisierter Mobilitätslösungen (CCAM) zu beschleunigen, um Logistikketten signifikant zu verbessern.
34 Organisationen aus 8 Ländern haben in diesem Jahr damit begonnen, die Implementierung automatisierter Lösungen zu testen und zu validieren.
GRUBER Logistics leitet diesen Prozess zur Erfassung relevanter Daten für den realen Logistikbetrieb. Bei einem Referenztest im Herbst dieses Jahres im Hamburger Hafengebiet führte ein mit zahlreichen externen Geräten ausgestatteter Lkw von GRUBER Logistics einen digitalen Scan der Stadtroute durch und sammelte Daten über die Interaktionen des Lkw mit seiner Umgebung während der Fahrt.
Die Fahrt lieferte zudem Aufschluss darüber, ob und inwieweit die physische und digitale Infrastruktur entlang der Strecke für hochautomatisiertes Fahren geeignet ist. Die eingehende Analyse dieser Daten dient nun als Ausgangspunkt für die weitere Optimierung im Rahmen des Pilotprojekts.
Der Lkw von GRUBER Logistics untersuchte beispielsweise detailliert, wo und wie der Verkehrsfluss auf der bestehenden Infrastruktur verbessert werden kann – sowohl im Hafengebiet selbst als auch im Bereich der Autobahnauffahrten und -abfahrten. Die Messgeräte identifizierten zudem potenzielle Gefahrenstellen für „ungeschützte Verkehrsteilnehmer“ wie Fußgänger und Radfahrer, damit diese beispielsweise durch infrastrukturelle Maßnahmen beseitigt werden können. Während des Referenzzeitraums wurden auch die Qualität und die Abdeckung des Mobilfunknetzes gemessen. Ein flächendeckend gutes Mobilfunknetz ist für den Datenaustausch in Echtzeit zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur unerlässlich. Schließlich analysierte der hochautomatisierte Lkw auch den Einsatz intelligenter Verkehrssysteme für den Betrieb des autonomen Güterverkehrs. Einige dieser intelligenten Verkehrssysteme werden in Hamburg bereits getestet. Sie basieren auf der sogenannten V2X-Technologie („Vehicle-to-Everything“). Dies bedeutet, dass sich ein Fahrzeug mit allen Geräten vernetzt, die es beeinflussen oder von denen es beeinflusst werden kann, wie etwa anderen Fahrzeugen, Ampeln oder Baustellen.

Ein weiterer Schritt ist nun für 2024 geplant, wenn GRUBER Logistics einen hochmodernen automatisierten Lkw von Oslo nach Rotterdam steuern wird, um die Datenerfassung unter grenzüberschreitenden Bedingungen zu erweitern.
Das MODI-Projekt zielt darauf ab, die Vorteile vernetzter und autonomer Mobilität aufzuzeigen und deren Nutzen für eine effiziente und wirtschaftliche Logistik hervorzuheben. Zu diesem Zweck widmen sich die Projektpartner auch den regulatorischen und infrastrukturellen Herausforderungen entlang des Logistikkorridors von Rotterdam nach Oslo mit einem Zwischenstopp in Hamburg. Das Pilotprojekt wird von der EU gefördert und ist eine Kooperation zwischen Partnern aus Industrie und öffentlicher Hand. Zu den Teilnehmern gehören New Mobility Solutions Hamburg, GRUBER Logistics, die BASt, Volvo, DAF und die Freie und Hansestadt Hamburg.
Einblicke in den Anwendungsfall Deutschland:
Zusammenfassend lässt sich bereits sagen: „Es ist kompliziert“. Da Hamburg ein bedeutender Güterverkehrsknotenpunkt in Europa und weltweit ist, ist der Straßenverkehr auf der Teststrecke in den Hafen hinein und wieder heraus entsprechend dicht. Die Routenplanung wird immer wieder durch Hindernisse wie Straßensperrungen oder Staus erschwert. Auch Lücken in der Abdeckung von GNSS (Globales Navigationssatellitensystem) und Mobilfunk sind im städtischen Umfeld möglich. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass auf dem Weg zur automatisierten und vernetzten Mobilität noch einige Herausforderungen zu bewältigen sind.
GRUBER Logistics ist stolz darauf, seinen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung des MODI-Pilotprojekts zu leisten.
Bleiben Sie mit uns auf dem Laufenden! Hier halten wir Sie über die neuesten Entwicklungen des Projekts auf dem Laufenden und präsentieren Ihnen nach Abschluss die Ergebnisse in Wort und Bild. Begleiten Sie uns auf eine faszinierende Reise in die Zukunft der autonomen Mobilität.
Für weitere Details können Sie den MODI-Blog besuchen, auf dem der Artikel über den in Hamburg durchgeführten Referenztest veröffentlicht wurde.
