
Auer / Pavia – Zeit ist nicht nur, aber vor allem auch in der Logistik Geld. Das gilt ebenso für die Lagerinventur. GRUBER Logistics realisierte im Sommer 2026 die projektweise Verwendung von Drohnen für diese Aufgabe an seinem Lagerstandort im norditalienischen Pavia. Die Kernerkenntnis nach Gegenprüfung durch den Auftraggeber: eine deutliche Zeitersparnis von bis zu 75 Prozent, da statt vier Tagen oft nur noch einer für die Bestandsaufnahme benötigt wird. Der Test im Lager nahe Mailand zeigt das Potenzial der Kooperation mit HoverSpect, einem Anbieter von Drohnenlösungen für automatisierte Inventurprozesse, die der renommierte Logistikdienstleister vergangenes Jahr mit ersten Erprobungen startete. Mit den in Pavia gewonnenen Erfahrungen sollen zum Jahreswechsel 2026/27 weitere Testprojekte in den GRUBER-Logistics-Lagern in Verona, Padua und Cesena folgen.
„Das erfolgreich absolvierte Projektvorhaben in unserem Lager nahe Mailand zeigt, dass Drohnen bei der Inventur einen konkreten Mehrwert bieten können. Insbesondere die Kombination aus Geschwindigkeit, Präzision und zusätzlichen Informationen über unsere Lagerbestände und -flächen ist für uns interessant“, skizziert Manuel Scaramuzza, Executive Director Logistics Services & Solutions bei GRUBER Logistics, die Vorteile der Technologie. „Mit HoverSpect haben wir einen Partner gefunden, der hier einen Mehrwert für uns und damit schlussendlich für unsere Kunden schafft.“
Lorenzo Rizzello, CEO und Co-Founder bei HoverSpect, einem in Mailand beheimateten LogTech-Start-up, erläutert jene Anforderungen, die das Produkt und die Zusammenarbeit mit GRUBER Logistics charakterisieren, wie folgt: „Gemeinsam mit GRUBER Logistics gelang es uns, die Inventur mittels Drohnen von der Testphase in ihre praktische Anwendung zu bringen. Das wichtigste Ergebnis ist nicht allein die Zeitersparnis, sondern auch der Nachweis, dass sich die Lösung konkret in den Inventurprozess eines Lagers integrieren lässt sowie überprüfbare und verwertbare Daten liefert.“
„Eine Inventur statt üblicherweise in drei oder sogar vier Tagen nun in einem Tag abzuschließen, bringt dem Anwender einen signifikanten Zeitgewinn“, so Lorenzo Rizello weiter. „Wir arbeiten gerade an einer Lösung, die den bisher noch manuell durchgeführten Batteriewechsel automatisiert, um den Prozess weiter zu beschleunigen.“
Sobald die Voraussetzungen für den Drohneneinsatz in diesem Sommer in Pavia geschaffen waren, ermöglichte die HoverSpect-Anwendung eine weitgehend automatisierte Erfassung der Lagerbestände. Am Standort Pavia von GRUBER Logistics sind dies vor allem 30.000 Palettenstellplätze, die auf rund 22.000 Quadratmetern in drei Phasen von den Drohnen erfasst worden sind. Die von den Kameras der Flugobjekte aufgenommenen Bilder wurden mittels Künstlicher Intelligenz analysiert und dann in die Lagerverwaltungssysteme eingespeist. Informationen zur Belegungsquote von Regalanlagen sowie das Erkennen unsicher gelagerter Güter verbesserten zusätzlich das Warehouse Management am Standort im Norden Italiens. „Wer die präziseren Daten hat, der trifft bessere Entscheidungen“, so Lorenzo Rizzello und Manuel Scaramuzza unisono nach Abschluss der Tests.






