Brüssel – Drei der zukunftsorientiertesten Logistik- und Transportunternehmen Europas, ALICE, Einride und Gruber Logistics, haben ihren Platz im EURIAS eingenommen. Sie ist die neu gegründete EU-Expertengruppe, deren Aufgabe es ist, die Zukunft von Forschung und Innovation im europäischen Automobilsektor zu gestalten. Ihre Aufnahme in die Gruppe, die am 27. März 2026 in Brüssel zum ersten Mal zusammentrat, signalisiert einen entscheidenden Wandel: Logistik ist nicht mehr nur ein nachgelagerter Aspekt der Automobilinnovation, sondern steht im Mittelpunkt.
EURIAS, kurz für European Union Research and Innovation for the Automotive Sector, vereint rund 60 Organisationen, darunter Automobilhersteller (die sogenannten OEM), Zulieferer, Forschungs- und Technologieeinrichtungen sowie Universitäten.
ALICE spielt eine Schlüsselrolle bei der Förderung strategischer Forschung und der Umsetzung von Innovationen innerhalb von EURIAS. Aufbauend auf seinen Erfahrungen mit großen europäischen Initiativen wie 2ZERO, CCAM, der European Connected and Autonomous Vehicle Alliance (ECAVA) und den im für den Automobilsektor angekündigten groß angelegten grenzüberschreitenden Testumgebungen im Automotive Action Plan gestaltet ALICE die Innovation im Logistikbereich im Rahmen der umfassenden Transformation des Automobilsektors mit.
Fernando Liesa, Generalsekretär von ALICE, erklärt: „EURIAS ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass Europas Innovationen im Automobilbereich den Markt erreichen und vollständig in reale Logistikabläufe und -systeme eingebettet werden. Indem wir die Logistik in den Mittelpunkt der Diskussionen über Forschung und Innovation im EU-Automobilsektor rücken, tragen wir dazu bei, technologische Ambitionen in real nutzbare, wirtschaftlich wettbewerbsfähige Lösungen für die Dekarbonisierung und Automatisierung des Straßengüterverkehrs umzusetzen.“
Einride, ein Pionier im Feld autonomer und emissionsfreier Transporte, bringt die Perspektive von Lkw Technologien der nächsten Generation in die Gruppe ein. Als Unternehmen, das bereits an der Grenze des Möglichen im Bereich des nachhaltigen Güterverkehrs tätig ist, stellt die Beteiligung von Einride sicher, dass die fortschrittlichsten und zukunftsfähigsten Lösungen fest auf der Agenda von EURIAS verankert bleiben.
„Der europäische Güterverkehrssektor steht an einem entscheidenden Wendepunkt und mittels EURIAS engagiert sich Einride dafür, gemeinsam mit europäischen Interessengruppen sicherzustellen, dass autonome und elektrische Technologien von Grund auf in die Verkehrspolitik des Kontinents eingebettet werden“, sagt Henrik Green, Chief Technology Officer bei Einride. „Wir bringen bewährte, praxisnahe Erfahrung bei der großflächigen Einführung emissionsfreier, autonomer Gütertransporte mit und sind bereit, dieses Wissen einzubringen, um einen Regulierungs- und Innovationsrahmen zu gestalten, der Europa als weltweit führend im Bereich der nachhaltigen Logistik positioniert.“
„Der Wandel der europäischen Automobilbranche kann nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen politischen Entscheidungsträgern, Forschern, der Industrie und der Logistikbranche gelingen“, sagt Andrea Condotta, Director Public Affairs, Innovation & Sustainability von Gruber Logistics. „Wir bringen unsere Erfahrung im Management komplexer, internationaler Lieferketten ein, um dazu beizutragen, dass Innovationen praxisnah, skalierbar und einsatzbereit für den Arbeitsalltag werden.“
Durch seine Beteiligung bekräftigt Gruber Logistics sein Engagement, die Zukunft der Automobilbranche auf EU-Ebene aktiv mitzugestalten. Die Aufgaben der Expertengruppe sind klar definiert: Sie unterstützt die Europäische Kommission durch die Bereitstellung von praktischem Fachwissen zu Forschungs- und Innovationsprioritäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Automobilbranche. Darüber hinaus identifiziert sie zentrale Zukunftsthemen, die die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Automobilsektors stärken können. Die Gruppe wird bis Juni 2026 an einer Strategischen Forschungs-, Innovations- und Umsetzungsagenda (im Original die Strategic Research, Innovation and Deployment Agenda und dort SRIDA abgekürzt) arbeiten.
Die über EURIAS entwickelten Empfehlungen der SRIDA werden im nächsten europäischen mehrjährigen Finanzrahmen (2028–2034) umgesetzt und tragen dazu bei, die künftigen EU Instrumente zu gestalten, insbesondere das nächste Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (FP10) und den Europäischer Fonds für Wettbewerbsfähigkeit (ECF), wodurch die langfristige Innovation, Einführung und Wettbewerbsfähigkeit des Automobilsektors unterstützt werden.





