In der heutigen, sich rasant wandelnden und zunehmend komplexen Logistikbranche kann niemand die Zukunft allein gestalten. Von dieser Überzeugung geleitet, haben wir Ende Mai den Gruber Logistics Innovation Summit 2026 veranstaltet. Dort kamen Expertinnen und Experten, Partner sowie Innovatorinnen und Innovatoren zusammen, um Ideen auszutauschen und gemeinsam die Zukunft der Logistik zu erkunden. Nun laden wir Sie ein, die Höhepunkte der Veranstaltung noch einmal Revue passieren zu lassen.

Logistikinnovation im NOI Tech Park

Die perfekte Kulisse für einen inspirierenden Tag voller Innovation: Der NOI Techpark bot den idealen Rahmen für den Gruber Logistics Innovation Summit 2026. Das abwechslungsreiche Programm vereinte Fachvorträge, Diskussionsrunden und interaktive Workshops mit einem gemeinsamen Fokus auf die Zukunft der Logistik.

Beginn der Plenarsitzung

Der Innovation Summit begann mit inspirierenden Eröffnungsworten von CEO Martin Gruber sowie Grußbotschaften des NOI Techparks und der Autonomen Provinz Bozen. In den Keynote-Vorträgen gaben Alan McKinnon Einblicke in die klimafreundliche Logistik, Michal Silhacek sprach über Innovationen in der Lieferkette, und Fernando Liesa beleuchtete aktuelle Zukunftstrends. Anschließend ordnete COO Marco Manfredini diese Entwicklungen ein und analysierte das Spannungsfeld zwischen den Herausforderungen des Marktes und Innovation.

Die Kernaussagen unserer Redner lauteten:

Martin Gruber:
In unserer Unternehmensvision haben wir den Anspruch formuliert, neue Maßstäbe in den Bereichen Nachhaltigkeit und digitale Innovation zu setzen. Dieses Ziel ist nicht allein den großen Unternehmen unserer Branche vorbehalten – es kann nur durch Zusammenarbeit erreicht werden.

Die Logistik steht im Zentrum einiger der tiefgreifendsten Veränderungen, die unsere Wirtschaft derzeit prägen. Innovation in unserer Branche darf nicht ausschließlich als technologischer Wandel verstanden werden: Emissionsfreier Transport, Digitalisierung und Automatisierung erfordern einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Infrastruktur, Energieversorgung, Technologie, Betriebsabläufe und politische Rahmenbedingungen gemeinsam weiterentwickelt werden. Die eigentliche Herausforderung besteht daher nicht nur darin, neue Technologien einzuführen, sondern die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sie in zunehmend komplexen Lieferketten im großen Maßstab funktionieren.

Die Logistik nachhaltiger zu gestalten, ist heute wichtiger denn je. Politische Rahmenbedingungen können sich ändern und Prioritäten sich verschieben – die grundlegenden Fakten bleiben jedoch bestehen. Die Nachfrage nach Gütertransporten wird weiter wachsen, ebenso wie die Herausforderung, deren Umweltbelastung zu reduzieren. Die Dekarbonisierung der Logistik ist daher keine Frage des politischen Zeitgeists, sondern eine strukturelle Aufgabe, der sich unsere Branche stellen muss.

Innovation entsteht nicht allein dadurch, dass zwei Organisationen beschließen, zusammenzuarbeiten. Sie entsteht, wenn Menschen sich dafür entscheiden, gemeinsam zu arbeiten, Vertrauen aufzubauen, Ideen auszutauschen und gemeinsam Risiken einzugehen. Hinter jeder erfolgreichen Partnerschaft stehen Menschen, die die Beziehungen schaffen, die Innovation überhaupt erst möglich machen.

Fernando Liesa:
Das Logistiksystem steht im Mittelpunkt einiger der weltweit größten infrastrukturellen Herausforderungen. Die Schließung der Lücken in den Straßen-, Schienen- und Energienetzen ist unerlässlich, um einen emissionsfreien Güterverkehr zu ermöglichen, die Wettbewerbsfähigkeit der Lieferketten zu stärken und langfristige Widerstandsfähigkeit aufzubauen.

Alan McKinnon:
Eine klimabezogene Logistikperspektive basiert auf der Erkenntnis, dass der zukünftige Logistikbedarf sowohl größer als auch vielfältiger sein wird, als derzeit prognostiziert.

Michal Silhacek:
Innovation in der Lieferkette lebt von Zusammenarbeit – der Bündelung von Kräften, Fachwissen und Ambitionen, um das zu erreichen, was keine Organisation allein bewältigen kann.

Marco Manfredini:
Viel zu lange wurde die Logistik in Europa vor allem als operative Funktion betrachtet, während ihre geopolitische und strategische Bedeutung unterschätzt wurde. Logistik bedeutet nicht nur, Waren effizient zu transportieren – sie bestimmt maßgeblich die Wettbewerbsfähigkeit, die Resilienz und den Zugang Europas zu internationalen Märkten. Wer die Logistik nicht als strategischen Erfolgsfaktor anerkennt, begrenzt letztlich auch Europas eigene Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Auszeichnung unserer innovativen Kunden

Den Abschluss der Plenarsitzung bildete die Auszeichnung von Kunden durch Gruber Logistics, deren Innovationsbereitschaft maßgeblich dazu beiträgt, die Logistik nachhaltiger zu gestalten. ABB, Alpitronic, Manitou, Nestlé, Stevanato Group, Siemens und Volvo wurden für die Umsetzung innovativer Transportlösungen geehrt, die zur Reduzierung von Emissionen und zur Entwicklung nachhaltigerer Lieferketten beitragen.

Vier thematische Sitzungen am Nachmittag

Im zweiten Teil des Innovation Summit stand der Austausch im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden wurden in vier rotierende Workshop-Gruppen eingeteilt, die sich jeweils einem zentralen Zukunftsthema der Logistik widmeten. Unter der Leitung renommierter Branchenexpertinnen und -experten boten die Workshops Raum für offene Diskussionen, den Austausch von Wissen und die Entwicklung neuer Perspektiven auf Innovation.

Im Fokus standen vier zentrale Themenbereiche: Automatisierung und Künstliche Intelligenz unter der Moderation von Sergio Barbarino, intermodaler Transport unter der Leitung von Serge Schamschula, alternative Kraftstoffe mit Dragan Simic sowie autonomer Gütertransport, moderiert von Tim Johannes.

Lkw-Prototypen zum Ausprobieren für alle

Innovation wurde beim Summit nicht nur diskutiert – sie war auch unmittelbar erlebbar. Bereits am Vortag der Veranstaltung hatten interessierte Gäste die Gelegenheit, im Safety Park in Bozen an exklusiven Testfahrten teilzunehmen.

Dabei konnten die Teilnehmenden die neuesten Entwicklungen im nachhaltigen Güterverkehr aus erster Hand kennenlernen: Bei Testfahrten mit einem wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen-Lkw von Scania sowie einem batterieelektrischen Lkw von Iveco erhielten sie praxisnahe Einblicke in die Technologien, die die Zukunft der Logistik prägen.

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